Colorama
Ausstellung anlässlich des Jubiläums 150 Jahre Bundesfestung Ulm/Neu-Ulm

In „Colorama“ beschäftige ich mich mit dem Gedanken:  Ist das Bild, das ich sehe auch tatsächlich das Bild was da hängt, oder wird uns in schönen Farben ein falsches Bild der Wirklichkeit vorgeführt?  Was ist Wirklich, was digital verändertes Abbild?  In unserer durch Medien geprägten Informationsgesellschaft strömt jeden Tag eine Flut von Bildern auf unser Bewusstsein ein.
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Werbefachleute wollen verkaufen, die Politik, Staaten und Weltkonzerne wollen ihre Interessen ins richtige Licht rücken. Seit dem Aufkommen der Photographie und deren Retuschemöglichkeiten, vor allem aber mit dem Siegeszug digitaler Medien, ist es für uns schwierig geworden zu entscheiden, ob die Bilder die wir vorgesetzt bekommen auch die Wirklichkeit zeigen.
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Ähnliches geschieht mit den Bildern und Projektionen bei  „Colorama“. In einer das Auge umschmeichelnden Manier, erzeugt durch Projektionstechnik und gemaltem Acrylbild, zeigen die Arbeiten uns nicht ihr wahres Gesicht. Farben berühren uns, Formen erscheinen und verschwinden. Doch welches Bild hängt da?
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Jedes der sechs Bilder ist auf jedem Bild zu sehen, digital verändert und projiziert entsteht ein Wechselpiel der Motive und Farben, das nie offenbart was es ist. Wir werden der Werbung vergleichbar verführt und sehen nicht hinter die Kulissen der produzierten Wirklichkeit. Erst die eigene Initiative ermöglicht es vielleicht, einen Teil des echten zu entdecken und das digitale Medium zu überwinden.
Colorama_Caponniere_web115Ein besonderes Erlebnis war es, die Installationen in den Kassematten der Caponniere 4, die zur Bundesfestung Ulm/Neu-Ulm gehört, erleben zu können.
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